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Stadtwerke Schwabach: Win-win mit Mieterstrom

von Bernd Schwencke,

Datenhoheit behalten, Mehrwert-Dienstleistung anbieten und in die Digitalisierung einsteigen: Die Stadtwerke Schwabach punkten mit dem Einstieg in das Mieterstrommodell dreifach.

Die Energiepreisvorteile, die für Mieter im Rahmen des Mieterstrommodells entstehen, sind für die Wohnungswirtschaft ein attraktives Konzept. Eine Kooperation mit dem Versorger vor Ort kann für beide Seiten ein Mehrwert sein. Anlässlich einer konkreten Anfrage aus der Wohnungswirtschaft haben die Stadtwerke Schwabach kurzerhand entschieden, das Mieterstrommodell als hauseigene Dienstleistung aufzubauen. Bis zum Jahreswechsel müssen alle Prozesse stehen und sämtliche Infrastrukturen vorbereitet sein. 

Mehrwert einfach umsetzen: mit dem Mieterstrommodell 

Die Stadtwerke Schwabach versorgen die Region mit Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme und haben über Schwesterunternehmen eine ganze Reihe von weiteren Dienstleistungen im Programm: vom Recyclinghof über zwei Bäder und Parkhäuser bis zum Nahverkehr. Mit den Dienstleistungen zum Mieterstrommodell bauen die Stadtwerke Schwabach ihre Diversifizierung konsequent weiter aus. Als aus der örtlichen Wohnungswirtschaft eine Anfrage zum Thema Mieterstrom kam, fiel die Entscheidung relativ schnell, diese Dienstleistung lieber im eigenen Haus kurzfristig aufzubauen, als langfristig die „Datenhoheit“ im eigenen Netzgebiet in Teilen abzugeben. Die Kernelemente des Projektes sind insgesamt vier Liegenschaften mit zusammen weit mehr als 100 Mietern, die mit Strom und Wärme aus drei BHKW versorgt werden. In drei Liegenschaften ist jeweils ein BHKW im Untergeschoss stationiert, die vierte Liegenschaft wird über Wärme- und Stromleitungen versorgt, die die Stadtwerke eigens für das Projekt neu verlegen. 

Zusatzgewinn: zwei Projekte in einem Arbeitsgang 

Parallel zum Projekt Mieterstrommodell wurde im Zuge des anstehenden Turnuswechsels die ersten modernen Messeinrichtungen eingesetzt. Andreas Eder, Technischer Leiter und Prokurist der Stadtwerke Schwabach, erläutert: „Die Entscheidung, zusammen mit MeterPan das Thema Mieterstrommodell bei uns im eigenen Hause umzusetzen, ist uns aus mehreren Gründen leicht gefallen. Zum einen ist es für uns ein wichtiger Synergieeffekt, die Abwicklung des Mieterstrommodells mit der Gestaltung der Abläufe zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben rund um den Einsatz intelligenter Messsysteme zu verbinden. Auf der Grundlage eines Gutachtens, das wir zurzeit von einem externen Beratungshaus erstellen lassen, werden wir mittelfristig entscheiden, ob und welche Leistungen in diesem Bereich wir an Dritte vergeben werden. Flankierend dazu können wir in diesem Testprojekt mit MeterPan bereits wertvolle Erfahrungen sammeln. Zum anderen kommt es uns sehr entgegen, dass wir uns bei MeterPan nicht auf bestimmte Zählerfabrikate einschränken lassen müssen – wir hatten da die freie Wahl. Die Zusammenarbeit ist bisher gut verlaufen, auch die anfänglichen Startschwierigkeiten in der Abstimmung wurden schnell korrigiert. Ich bin sehr optimistisch, dass wir das Projekt pünktlich bis zum Jahreswechsel erfolgreich abschließen werden.“

Bernd Schwencke
Bernd Schwencke

ist bei der MeterPan in Sachen Mieterstrommodelle federführend und bringt seit über 15 Jahren energiewirtschaftliches Know-How mit ein.