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Sorge vor Datenmissbrauch bei Smart Meter unbegründet

von Georg Baumgardt,

Die Energiewende in Deutschland ist in vollem Gange. Der Anteil an erneuerbaren Energien im Stromnetz betrug schon 2015 knapp ein Drittel und wird in den kommenden Jahren weiter steigen.

Da die ressourcenschonende Energiegewinnung aus Wind- und Solarenergie natürlicherweise schwankt, wird es wichtig, den Verbrauch und die Stromnetze intelligent miteinander zu verknüpfen. Eine entscheidende Rolle werden dabei die intelligenten Messsysteme bzw. die Smart Meter spielen. Diese ermöglichen es, dass Kunden ihre tatsächlichen Verbrauchszahlen einsehen und detaillierte Auskünfte über ihren Stromverbrauch im Einzelnen erhalten können. Das macht entsprechende gesetzliche Verpflichtungen und Fristen erforderlich.

Viele Verbraucher fragen sich allerdings, ob dieser neue Messstellenbetrieb sicher ist, vor allem, wenn es um die Weitergabe von persönlichen Verbrauchsdaten geht. MeterPan gibt als Dienstleister, Administrator und Anbieter von Software-Lösungen für das Smart Meter Gateway (kurz SMGA) Entwarnung, da die Sicherheitsbestimmungen für Datenübertragung und Nutzung ausgesprochen hoch sind.

So funktionieren Smart Meter Gateways

Nach dem vorliegenden Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende soll der Einbau von intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen bis 2032 flächendeckend abgeschlossen sein.
Intelligente Messsysteme bestehen neben den Basiszählern aus einem Gateway, das eine Kommunikationseinheit für die Fernauslesung darstellt und in ein intelligentes Kommunikationsnetz eingebunden ist.

Die Messdaten werden über die Gateways versendet. Aber auch Informationen über Spannungsabfälle, Verbrauchsprofile und Daten zur Netzbelastung werden vom Smart Meter erfasst und über die Gateways weitergeleitet.
Die jeweiligen Energieversorger, Netzbetreiber und Messstellenbetreiber werden über die Zählerstände informiert. Die Informationen werden dabei hochverschlüsselt über eine sichere Internetverbindung übertragen. Diese wird von den Messstellenbetreibern bereitgestellt. Das heißt, dass der Internetanschluss der Verbraucher von den Gateways unangetastet bleibt.


Zertifizierte Administration für hohe Datensicherheit 

Durch das intelligente Messwesen eröffnen sich neue Möglichkeiten für Dienste, da die Erfassung großer Datenmengen auch Optionen für individuelle Geschäftsmodelle mit sich bringt.
In welchem Umfang und für was diese Verbrauchsdaten letztendlich genutzt werden, ist noch schwer abzuschätzen. Das Smart Metering geht nämlich weit über die Aufzeichnung des Stromverbrauchs hinaus: Auch Wasser- und Wärmenutzung werden zukünftig über das intelligente Messwesen erfasst.

Dadurch sind viele Verbraucher verunsichert, ob die Datenübertragung sicher ist und die erfassten Informationen nicht in die Hände Dritter gelangen könnten.
Im schlimmsten Fall fürchten Verbraucher Szenarien, die dem des gläsernen Menschen nahekommen: Über Smart Meter könnte beispielsweise ersichtlich werden, welche TV-Programme zu welcher Zeit angeschaut wurden.

Diese Sorgen sind jedoch unbegründet. Die neuen Zähler unterliegen Vorschriften, die wirklich sicher sind. Durch hohe technische Hürden und Vorgaben zur Inferenzprävention ist gesichert, dass keine persönlichen Verbraucherprofile erstellt werden können. Die Gateways übertragen keine personenbezogenen Daten. Auch die Aufgabe der Administration kann nicht willkürlich von Dienstleistern übernommen werden. Diese unterliegen dabei zwingenden Zertifizierungen, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter dem sogenannten BSI Schutzprofil ausgegeben werden.

Durch diese Sicherheitsmaßnahmen kann gewährleistet werden, dass alle Kommunikationsflüsse verschlüsselt sind und in Hinblick auf Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit abgesichert werden. Im Vergleich liegt der Sicherheitsstandard von Smart Meter Gateways höher als beim Online-Banking.
Hinzu kommt, dass laut Gesetz nur die Daten, die für die Energieversorgung erforderlich sind, von Netz- und Messstellenbetreibern genutzt werden dürfen. Jegliche Art der weiteren Verwendung benötigt die ausdrückliche Zustimmung des Verbrauchers. Die Daten gehören den Anschlussnutzern und Art und Weise der Datenübertragung und Speicherung ist im Messstellenbetriebsgesetz sehr ausführlich geregelt.

MeterPan erfüllt sämtliche Kriterien für die vorgeschriebenen Sicherheits- und Zertifikatsanforderungen und steht Netz- und Messstellenbetreibern als Full-Service-Partner zur Seite, der neben der Installation der intelligenten Messstellen auch die Administration der Gateways anbietet. Datensicherheit hat dabei höchste Priorität. Die Zählerdaten der Verbraucher werden von uns mit absoluter Vertraulichkeit behandelt, das gebietet uns schon die Zertifizierung. Es gibt keinen Grund zur Sorge, dass irgendeine Form des Datenmissbrauchs betrieben werden könnte.
Dem Rollout des intelligenten Messstellenbetriebs kann also unter den verschärften Sicherheitsbestimmungen für die Datenübermittlung zuversichtlich entgegengeblickt werden.

Georg Baumgardt
Georg Baumgardt

ist als Produktmanager Metering Ihr Ansprechpartner für alle Themen rund um das moderne Messwesen.

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