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Neue Studie über den Smart Meter Rollout in Großbritannien

von Georg Baumgardt,

Die Studie „Smart Energy Outlook 2016“ von Smart Energy GB und dem Marktforschungsinstitut Polpulus untersucht den Status der Smart Meter Verbreitung im Vereinigten Königreich sowie den Wissensstand der Verbraucher über diese Technologie. Smart Energy GB veröffentlicht jedes Jahr zwei Studien über dieses Themengebiet.

Rund 10.000 Teilnehmer wurden im Rahmen der Studie befragt. Unter den Teilnehmern befanden sich sowohl Endverbraucher als auch Repräsentanten der Energiewirtschaft.   

Zielsetzung der Studie ist es, Marktteilnehmern des Energiesektors bei der Gewinnung von Informationen zum Kenntnisstand und zu Erfahrung der Endverbraucher mit Smart Metern zu unterstützen.

Von Oktober 2015 bis März 2016 wurden im Vereinigten Königreich eine Millionen Zähler verbaut. Weitere 3,5 Millionen sind für das restliche Jahr angepeilt. Insgesamt ist die Installation von 52 Millionen Zählern bis zum Jahr 2020 geplant.

Smart Meter und Energieeffizienz

Gemäß der Studie gaben 80% der Befragten an, dass sie durch den Einsatz intelligenter Messtechnik  einen sinkenden Energieverbrauch feststellen können. Die Steigerung der Energieeffizienz, basiere auf der Bereitstellung von Echtzeitinformationen über die Verbräuche. Smart Energy GB fand heraus, dass gemäß der Studie 58% der Verbraucher die übermittelten Daten des Smart Meters nutzen um Wärmeverbräuche zu optimieren, während 57% der Probanden nun regelmäßiger das Licht ausschalten.

Zudem wurden 17% der Befragten Kunden durch die Verbrauchsdaten motiviert Energieeffizienzgeräte und einzusetzen. Bei 35% der Befragten führte der Einsatz des Smart Meters dazu, weitere Haushalte zu ermutigen ihren Energieverbrauch zu reduzieren.

Das Verbraucherbewusstsein über die Funktionsweisen der Smart Meter und die Vorteile dieser Technologie steigt mit der Menge der installierten Systeme, stellt Smart Energy GB fest.

Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass die Akzeptanz der Nutzer und die gefühlte Positive Wahrnehmung von Smart Meter auf den Energieverbrauch mit der Nutzdauer des Systems steigt.

Gestützt wird die Behauptung durch etwa 79% der Nutzer, die Smart Meter für weniger als ein Jahr im Gebrauch haben und angegeben haben ihre Energierechnung nun nachvollziehen zu können.

Neben der Analyse der Wirkung von Smart Metern und dem veränderten Verbrauchsverhalten durch ein neues Metering System, zeichnen sich laut Smart Energy GB neue Perspektiven von in-home-display Geräten (IHD) auf dem Energiemarkt ab.

IHDs sind tragbare Geräte, welche die Energieverbrauchsdaten des installierten Smart Meters anzeigen.

Der Studie „Smart Energy Outlook 2016“ zufolge äußern sich Verbraucher, die IHD in Kombination mit Smart Metern nutzen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 24% über eine bessere Kontrolle ihres Energieverbrauches, als solche die diese Technologie nicht nutzen.

Interessant wird es sein zu sehen wie sich die Ergebnisse aus dem Englischen Markt auf Deutschland übertragen lassen. Der Blick über den Tellerrand gibt aber spannende Anregungen zur eigenen Rollout Planung und Argumentation gegenüber der Kunden.

Georg Baumgardt
Georg Baumgardt

ist als Produktmanager Metering Ihr Ansprechpartner für alle Themen rund um das moderne Messwesen.

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