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Moderne Messgeräte ins Feld bringen - aber wie?

von Antonina Rudkowski,

Der Einsatz moderner intelligenter Messsysteme steht seit geraumer Zeit in den Startlöchern. Die Branche wartet auf die Zertifizierung der Gateways – drei voneinander unabhängige Hersteller sind ausreichend für den Startschuss – sobald die Zertifizierung der Geräte durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) abgeschlossen ist, kann der Rollout beginnen.

Im laufenden Jahr wurde bereits viel über die benötigte IT-Infrastruktur sowie die angepassten und teilweise neuen Prozesse berichtet. Dienstleister haben sich als Gateway Administratoren zertifizieren lassen – so auch die MeterPan (wir berichteten) und sind bereit die Energieversorger im neuen Messwesen tatkräftig zu unterstützen.
Neben informationstechnologischen Aspekten, gilt es insbesondere die praktische Umsetzung des Rollouts zu planen und durchführbar zu gestalten.

Der operative Rollout wird größtenteils durch den Außendienst durchgeführt. Denn in aller Regel erfolgt der notwendige Zählerwechsel – Ausbau Ferraris-Zähler, Einbau intelligentes Messsystem – im Zuge des normalen Tagesgeschäfts durch die beauftragten Monteure.

Die Planung des Rollouts verlangt unter anderem die Klärung der folgenden Punkte: Wie viele Geräte müssen in welchem Zeitraum ausgetauscht werden? Wie soll die Logistik organisiert werden? Wird die Montage von eigenen oder externen Mitarbeitern durchgeführt?

Die gesamte Durchführung der Einrichtung und Inbetriebnahme des Messstellenbetriebs ist Routinearbeit. Dabei läuft der Wechsel nach individuell, durch den Auftraggeber, definierten Richtlinien. Diese werden in Vorgesprächen abgestimmt und auf die fristgerechte Umsetzbarkeit geprüft. Nach Auftragserteilung werden die Touren der Monteure auf Basis der vorliegenden Zählerliste geplant, anhand welcher auch die postalische Vorabinformation der Kunden erfolgt.

Die Messsysteme selbst werden durch den Auftraggeber bereitgestellt. Das speziell ausgebildete Fachpersonal muss befähigt sein, Arbeiten an spannungsführenden Teilen auszuüben und muss insbesondere für den wettbewerblichen Messstellenbetrieb (wMSB) eine bundesweite Zulassung haben.

Die Monteure fahren dann anhand der geplanten Routen die Kunden an und wechseln die Zähler termin- und fristgerecht aus. Der Zähleraustausch sollte immer mittels eines Workforce Management Systems durchgeführt werden. Die Einbausituation wird dabei mittels Fotos erfasst. So können auch nachträglich Fragen geprüft und schnell geklärt werden. Das Workforce Management System gewährleistet ebenfalls einen einfachen Überblick über das bestehende Inventar des jeweiligen Werks.

Die Überprüfung und Gewährleistung der Kommunikation des Messsystems schließt den Installationskreislauf ab.

Antonina Rudkowski
Antonina Rudkowski

ist als Produktmanagerin Metering Ihre Ansprechpartnerin für alle Themen rund um das moderne Messwesen.

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