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Moderne Messeinrichtungen und Mehrwerte, oder: Wie bringe ich den Stromzähler ins Wohnzimmer?

von Steffen Heudtlaß,

Der Einbau der modernen Messeinrichtungen findet bundesweit in großer Stückzahl statt. Zunehmend werden hierbei nicht nur Neubauten ausgerüstet, sondern auch bestehende Messstellen umgerüstet. Und spätestens hier erscheint sie wieder, die alles überlagernde Gretchenfrage der digitalen Messtechnik: Welchen konkreten Mehrwert kann der Kunde nun erfahren?

Die möglichen Antworten erschöpfen sich häufig in mehr oder weniger diffusen Geschäftsmodellen rund um Information und Kommunikation
Sicherlich werden hier in der Zukunft auch passable Möglichkeiten erwachsen, doch was machen wir heute? Was können wir ganz konkret unserem Kunden, der sein Konsumerlebnis regelmäßig sofort nach dem „Kauf-Click“, spätestens aber direkt nach Auslieferung seines neuen Produktes durch den jeweiligen Lieferdienst, gewöhnt ist, nach der Montage der modernen Messeinrichtung, seines neuen, digitalen Zählers bieten? Derzeit kaum etwas, außer dem „guten Gefühl“, dabei zu sein. Und dies ist in Anbetracht der Kosten und des großen Aufwandes zu wenig.

Es müsste möglich sein, dass sofort nach Installation der Messeinrichtung, noch bevor der Monteur das Gebäude verlassen hat, der Kunde etwas erfährt, was er bisher nicht hatte. Etwas zum „Anfassen“. Eine neue Möglichkeit. Und hier nur ein Gedanke: Einer der am häufigsten genutzten Gegenstände ist unser Smart-Phone. Unsere in den eigenen vier Wänden ständig aktive IT ist das Smart-Home-System, häufig bereits gekoppelt mit einer smarten Sprachsteuerung wie Siri oder Alexa. Was wäre, wenn die moderne Messeinrichtung ohne teure Gateways, direkt innerhalb meines Hauses, die aktuellen Messwerte sofort meinem Handy, Tablet oder auch dem Smart-Home bereitstellen würde? Keine Einbindung in ein Kommunikationsnetz, die Daten verlassen nicht meinen Hoheitsbereich und doch hätte ich unmittelbar eine neue Funktion verfügbar. Kein Gang zum Zähler, kein Öffnen schmutziger Zählerschränke und erst recht kein Geblinke mit einer Taschenlampe – sofort und komfortabel zeigt mir die passende App meinen Zählerstand, die Entwicklung des Verbrauchs und macht es möglich, mein Smart-Home-System um weitere Funktionen zu erweitern.

Ich meine, dieser Gedanke ist äußerst reizvoll. Und seine Realisierung würde tatsächlich die Tür für Mehrwerte im Bereich des Haushaltskundengeschäfts weit aufstoßen. Die nötigen modernen mit dem passenden Innenleben wurde bereits verbaut, die entsprechende Funktechnik ist verfügbar, die Hardware bereits entwickelt und auch für Haushaltskunden absolut bezahlbar. Und es gibt ein umfassend kompatibles und herstellerunabhängiges Smart-Home-System was auf diese Gelegenheit sozusagen gewartet hat. Die MeterPan verfügt über das Know-How und die entsprechenden Experten um in erster Linie den Stadtwerken ein ausgereiftes Produkt für ihre Kunden zur Verfügung zu stellen. Seien Sie neugierig – mehr zu diesem Thema gibt es bald an dieser Stelle…

Steffen Heudtlaß
Steffen Heudtlaß

Bereits seit Jahren für die deutsche Energiewirtschaft in unterschiedlichen Rollen tätig, hat der Fachinformatiker und Diplom-Kaufmann (FH) Steffen Heudtlaß vor allem in den Bereichen Regulierung, Entflechtung und wettbewerbliche Neuausrichtung des Marktes sein Know-How gesammelt. Bis Ende 2017 als Geschäftsführer der HKS Informatik GmbH tätig, bringt er seit Anfang 2018 seine langjährige Branchenerfahrung in die MeterPan ein. 

Steffen Heudtlaß beschäftigt sich insbesondere mit der Produkt- und Geschäftsentwicklung.

sheudtlass[at]meterpan [dot] de