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Bundestag verabschiedet Mieterstromgesetz

von Damian Lohmann,

Es ist vollbracht! Der Bundestag hat am 29.06.2017 in dritter Lesung das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom verabschiedet, um Mieterstrom-Modelle endlich auch wirtschaftlich attraktiv zu machen.

Wie bereits im Referentenentwurf vorgeschlagen (wir berichteten) steht im Kern die Einführung eines Mieterstrom-Zuschlags für den Mieterstromanbieter. Der nicht direkt verbrauchte Strom wird ins Netz eingespeist und nach dem EEG vergütet. Ferner regelt das Gesetz die Wahlfreiheit des Stromanbieters für den Mieter und gibt Vorgaben für Vertragslaufzeiten, untersagt eine Kopplung mit dem Wohnungs-Mietvertrag und legt eine Preisobergrenze für Mieterstrom fest.

Der neugefasste § 20 Absatz 1d EnWG gibt Sicherheit

Der neugefasste § 20 Absatz 1d EnWG präzisiert die Vorgaben zur Bereitstellung von Zählpunkten und zur Anwendbarkeit des Messstellenbetriebsgesetzes auf Zähler innerhalb von Kundenanlagen. Er sorgt für Rechtssicherheit sowohl in Fällen von Mieterstrommodellen als auch in allen sonstigen Fällen von Kundenanlagen, in denen Summenzähler in Kombination mit Unterzählern und gegebenenfalls Erzeugungszählern eingesetzt werden.

„(1d) Der Betreiber des Energieversorgungsnetzes, an das eine Kundenanlage oder eine Kundenanlage zur betrieblichen Eigenversorgung angeschlossen ist, hat den Zählpunkt zur Erfassung der durch die Kundenanlage aus dem Netz der allgemeinen Versorgung entnommenen und in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeisten Strommenge (Summenzähler) sowie alle Zählpunkte bereit zu stellen, die für die Gewährung des Netzzugangs für Unterzähler innerhalb der Kundenanlage im Wege der Durchleitung (bilanzierungsrelevante Unterzähler) erforderlich sind.

Bei der Belieferung der Letztverbraucher durch Dritte findet im erforderlichen Umfang eine Verrechnung der Zählwerte über Unterzähler statt. Bei nicht an ein Smart-Meter Gateway angebundenen Unterzählern ist eine Verrechnung von Leistungswerten, die durch standardisierte Lastprofile nach § 12 Absatz 1 der Stromnetzzugangsverordnung ermittelt werden, mit am Summenzähler erhobenen 15-minütigen Leistungswerten des Summenzählers aus einer registrierenden Lastgangmessung zulässig, soweit energiewirtschaftliche oder mess- und eichrechtliche Belange nicht entgegenstehen.“

Diese Neuerungen stellen hohe Anforderungen an die strategische sowie wirtschaftliche Betrachtung von Mieterstrom-Modellen und an die Chancen die sich mit diesen Geschäftsmodellen ergreifen lassen.

Die MeterPan steht Ihnen in allen Prozessebenen modular zur Seite. Von der Beschaffung und Montage der Messsysteme über den Messstellenbetrieb und der Messdienstleistung und bei Bedarf auch bis hin zur Abrechnungsdienstleistung mit Versand der Rechnung an den Kunden. Ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.

Damian Lohmann
Damian Lohmann

ist als Mitarbeiter im Vertrieb und der Geschäftsentwicklung fokussiert auf die Bedürfnisse von Kabelnetzbetreibern und Wohnungswirtschaft.

dlohmann[at]meterpan [dot] de