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Gateway Administration: Durchgängige Datenflüsse zu ERP und Branchenlösungen sind erfolgsentscheidend

von Peter Schulte-Rentrop,

Unabhängig von den derzeit laufenden Zertifizierungen nach ISO 27001 und BSI-Schutzverfahren ist vor allem auch die tiefe Integration der Smart Meter Gateway Administration (SMGA) in die operativen ERP- und Abrechnungslösungen ein wichtiger Erfolgsfaktor für den iMsys-Rollout. Im Rahmen des Wilken easy metering-Konzepts haben wir diese Integration über das offene P/5 SMGA Interface der Wilken Software Group realisiert. Als erster SMGA-Anbieter hat jetzt die Kooperation von Kisters und MeterPan die nahtlose Anbindung ihrer Smart-Metering-Plattform auf Basis von BelVis MDM an die Wilken Branchenlösungen ENER:GY und NTS.suite sowie dem ERP-System CS/2 erfolgreich umgesetzt.

Vielen Unternehmen ist es nicht bewusst, dass rund 70 Prozent aller der mit der Gateway-Administration zusammenhängenden Abläufe die vorhandenen Softwaresysteme wie die Gerätebeschaffung, das Gerätemanagement, die Verwaltung der mMe und iMSys sowie die Abrechnung im kaufmännischen ERP-System betreffen. Deswegen sollten die Anwender dieser Anbindung mindestens eben soviel Augenmerk schenken wie den SMGA-Prozessen selbst. Wir sind deswegen bereits mit weiteren SMGA-Herstellern und -Dienstleistern über die tiefe Integration ihrer Lösung mit unseren operativen Systemen via P/5 SMGA Interface im Gespräch.

Die Berührungspunkte zwischen SMGA und operativen Systemen sind vielfältig. So werden die elektronischen Lieferscheine für die Gateways direkt in die Geräteverwaltung von ENER:GY bzw. der NTS.suite eingespielt. Für die Planung von Rollouts und Gerätewechseln stellen beide Systeme dann Informationen etwa über die verbauten Zähler, deren Eichfristen oder über die Pflichteinbauquoten zur Verfügung. Digitale Checklisten unterstützen als mobile Anwendung die IST-Aufnahme vor Ort. Sämtliche für das Workforce- und Rolloutmanagement notwendigen Daten sind somit an zentraler Stelle abgelegt und werden von dort aus an die beteiligten Anwendungen verteilt. Ein besonderer Vorteil ist auch, dass die alte und neue Zählerwelt prozessidentisch abgebildet sind. Auf diese Weise werden sämtliche Messeinrichtungen – digital wie analog – über ein einziges System verwaltet. Auch die Abrechnung der Messstellen erfolgt integriert über ENER:GY bzw. NTS.suite, so dass keine „Nebenabrechnung“ notwendig ist. Das gilt für die Abrechnung des Netzbetreibers ebenso wie für den Messstellenbetreiber und den Lieferanten. Die integrierte Prozessabbildung erleichtert vor allem Letzteren das Leben, denn über das P/5 SMGA Interface lässt sich auch die Kommunikation mit „fremden“ SMGAs in unterschiedlichen Netzgebieten abbilden. Die Integrationsschicht ermöglicht darüber hinaus die Visualisierung der Verbrauchsdaten über Portale oder mobile Anwendungen.

Veröffentlicht von: www.press-n-relations.com

Peter Schulte-Rentrop
Peter Schulte-Rentrop

ist bei der Wilken Software Group für den Vertrieb Versorgungswirtschaft verantwortlich und Geschäftsführer der Wilken Neutrasoft GmbH.