MeteringBlog

3 Stadtwerke, 3 Ansätze

von Georg Baumgardt,

Die Stadtwerke Norderstedt und Winsen an der Luhe sowie der Versorger KEW Mittenwald berichten über ihre Praxiserfahrungen mit intelligenten Messsystemen.

Versorgungsunternehmen sind verschieden – und ebenso unterschiedlich kann der Einstieg in die Praxis der Intelligenten Messsysteme sein. Dies belegt ein Kurzbericht über die Erfahrungen von drei Versorgungsunternehmen. Entscheidend sind nicht nur die Anzahl der Zählpunkte, sondern auch die geographischen Rahmenbedingungen, die strategische Ausrichtung und die technische Ausstattung.

Stadtwerke Norderstedt: Erfolgreicher Massenrollout

Die Stadtwerke Norderstedt haben bereits zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt die strategische Entscheidung getroffen, intelligente Zähler in großer Zahl in der Fläche zu installieren. Von insgesamt 44.000 Strommessstellen werden bis Ende des Jahres 35.000 mit intelligenten Zählern ausgestattet sein. Nach aktuellem Stand sind davon heute bereits 15.000 mit einer Onlineanbindung ausgestattet.

Marc-Oliver Gries, Leiter Vertrieb Netze, zieht eine positive Bilanz:

 „Ich brauche mich um die Erfassung der Daten, die Konsistenz der Daten und deren Plausibilisierung nicht zu kümmern. Die Messwerte laufen automatisch in unser Abrechnungssystem ein – und werden parallel dazu auch gleich in unser Web-Portal eingespielt, wo sich unsere Kunden ihre Daten anschauen können.“

Stadtwerke Winsen an der Luhe: Optimierte Einspeiserdaten

Mit dem Starterpaket von MeterPan sind die Stadtwerke Winsen an der Luhe in eine Testphase eingestiegen, um Wirtschaftlichkeit und Nutzeneffekte Intelligenter Messsysteme zu erproben. Bislang wurden dabei ausschließlich EEG-Anlagen ausgerüstet, da hier das Nutzenpotenzial besonders hoch ist.

Jan Löwner, Leiter Shared Services, dazu: „Das Starterpaket ermöglicht uns einen Einstiegohne riskante Investitionen. Der Nutzen ist heute bereits offensichtlich. Denn ich habe heute im Gegensatz zu früher belastbare Werte. Dadurch wird uns ein immenser Nachbearbeitungsaufwand erspart – und unsere Prozesskosten in diesem Bereich sinken deutlich.“

KEW Mittenwald: Auf gesetzliche Verpflichtungen vorbereitet

Die KEW Karwendel Energie & Wasser GmbH in Mittenwald nutzt das Starterpaket, um sich auf die gesetzlichen Verpflichtungen vorzubereiten. In einem ersten Schritt wird ein Testbetrieb mit 40 Kunden aufgebaut. Als besondere Herausforderung hat sich für das in den Alpen gelegene Versorgungsunternehmen die Datenübertragung herauskristallisiert. Alles andere läuft zur vollsten Zufriedenheit des Versorgers.

Florian Richter, Leiter IT: „Als kleines Versorgungsunternehmen verfügen wir nur überbegrenzte Möglichkeiten. Um die komplexen Anforderungen rund um die Gateway-Administration könnten wir uns schlichtweg nicht selbst kümmern. Der Schritt-für-Schritt-Ansatz der MeterPan kommt uns daher sehr entgegen. Für die Datenübertragung suchen wir noch nach dem besten Verfahren. Durch das MeterPan-Konzept haben wir da ja alle Freiheiten.“

Georg Baumgardt
Georg Baumgardt

ist als Produktmanager Metering Ihr Ansprechpartner für alle Themen rund um das moderne Messwesen.

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